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Tipps für eine Rundreise im Norden von Vietnam

Vietnam lässt sich sehr leicht bereisen, doch wer das Land intensiv erleben möchte und nur wenige Wochen zur Verfügung hat, sollte sich auf eine Region konzentrieren. Aus diesem Grund folgen hier Tipss für eine Rundreise im Norden Vietnams. Der Norden Vietnams ist die Keimzelle der vietnamesischen Kultur. Bis um 1300 herum war Vietnam auf dieses Gebiet beschränkt, während im Süden das Volk der Cham siedelte. Aus diesem Grunde finden sich die typisch vietnamesischen Monumente des Altertums vor allem im Norden.

Jede Rundreise im Norden beginnt in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam. Sie ist seit zweitausend Jahren Herrscher- bzw. Regierungssitz. Die Stadt am Roten Fluss besitzt zahlreiche Denkmäler und Museen, die die reiche Geschichte der Region erhellen. Für Hanoi muss man sich unbedingt ein paar Tage Zeit lassen. Hotels und Gasthäuser finden sich in der Altstadt mit ihren 36 Gassen. Wer hier absteigt, findet sich mittendrin im Alltag von Vietnam. Nehmen Sie ruhig ein teureres 3-Sterne-Hotel, dessen Service durchaus gleichwertig mit einem günstigen 4-Sterne-Hotel sein wird. Sollte Ihnen der Trubel der Altstadt zu viel sein, suchen Sie sich ein Hotel jenseits des Sees, in der Nähe der alten Kirche. Hier werden Reisende etwas mehr Ruhe vom Trubel der Altstadt finden.

Das Ho-Chi-Minh Mausoleum in Hanoi ist auch ein populärer Touristenmagnet.
Das Ho-Chi-Minh Mausoleum in Hanoi ist auch ein populärer Touristenmagnet.

Ein Besuch der Zitadelle von Thang Long lässt die einstmals prächtige Kaiserzeit ab 1010 erleben. Leider ist nach dem Krieg von der Zitadelle nicht mehr so viel übrig geblieben. Die Reste wurden 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Teil der Zitadelle, die kaiserliche Universität, die heute unter dem Namen Literaturtempel bekannt ist, gehört zum Pflichtprogramm. Die Anlage strahlt eine besondere Ruhe aus. Sie wurde während der Nguyen-Dynastie zum Tempel für Konfuzius umgewandelt.

Ein Muss für jeden Rundreise in Vietnam ist ein Besuch bei den ethnischen Minderheiten an der chinesischen Grenze. Die meisten Besucher wählen Sapa, knapp 430 Kilometer von Hanoi. Sapa ist erreichbar mit dem Zug (am besten per Nachtzug, denn man fährt 10 Stunden) oder dem Bus. Der kleine Ort ist beliebt wegen seines gemäßigten Klimas, das im Winter sogar Frost kennt und den zahlreichen kleinen Dörfern der Minderheiten Hmong, Dai und Tay. Es lohnt sich, hier einige Tage zu verbringen. Wer sehr am Leben der Ethnien interessiert ist, kann bei ihnen im Rahmen eines Homestay übernachten. Sapa hat allerdings in den letzten Jahren einen regen Zulauf erlebt, so dass es sehr touristisch geworden ist. Wer es ruhiger mag, ist in Mai Chau sehr gut aufgehoben. Auch hier finden sich viele ethnische Dörfer, aber der Ort liegt nicht so hoch im Gebirge und auch näher an Hanoi. Von Sapa aus können Besucher entweder weiter nach Dien Bien Phu oder zurück nach Hanoi.

Ein weiteres Highlight auf einer Rundreise im Norden Vietnams ist die Halong-Bucht, die wegen ihrer Karstfelsen und der Naturschönheit zum UNESCO-Naturerbe gezählt wird. Sie ist per Bus von Hanoi in knapp sieben Stunden zu erreichen. In die Halong-Bucht kann man mit im Rahmen einer ein- bis dreitägigen Tour die Bucht erkunden (auch länger möglich). Die zahlreichen Inselchen sind gerade morgens sehr schön und malerisch. Leider hat sich Halong zu einem wahren Touristenmekka entwickelt. Die Bucht hat darunter sehr gelitten, besonders das Müllproblem ist nicht mehr zu übersehen. Achten Sie auch auf die Sicherheit der Schiffe, buchen Sie in Hanoi in einem guten Reisebüro. Geben Sie für die Touren ruhig ein wenig mehr Geld aus, denn die Billiganbieter sparen meist auch an der Sicherheit.

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Eine Alternative oder Ergänzung zur Halong-Bucht ist die trockene Halong-Bucht in Ninh Binh. Sie kann entweder von Hanoi mit dem Zug oder von Halong mit dem Bus erreicht werden. Die Halong-Bucht in Ninh Binh ist besonders malerisch, weil die Karstfelsen in den Reisfeldern liegen. Hier liegen auch viele historische Denkmäler, alte Hauptstädte. Von hier aus können Besucher auch noch ein Stück weiter nach Thanh Hoa fahren, wo mit der Zitadelle der Ho-Dynastie ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe zu finden ist. Von Thanh Hoa aus kann man zurück nach Hanoi oder weiter gen Süden fahren. Der Norden ist sehr reich an Sehenswürdigkeiten und bietet einen sehr aktiven und erlebnisreichen Urlaub.

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