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Do’s and Don’ts – das richtige Verhalten in Vietnam

Westlichen Langnasen wird in Vietnam zwar meist viel Toleranz entgegengebracht, doch es ist immer besser, sich vorab über drohende Fettnäpfchen zu informieren und diese zu vermeiden.

Buddhistische Regeln in Vietnam

Die meisten Verhaltensregeln in Vietnam entstammen dem buddhistischen Glauben und ähneln denen der Nachbarländer. So sollten Tempel und Pagoden nur in angemessener Kleidung (mit bedeckten Schultern und Knien) besucht werden. Die Schuhe sind prinzipiell vor dem Eingang auszuziehen. Die Füße gelten als niedrigstes Körperteil und sie einer Buddha-Statue oder einem Menschen (insbesondere einem Mönch) entgegenzustrecken, gilt als grobe Beleidigung. Beim Sitzen auf dem Boden sollten daher die Beine seitlich angewinkelt werden, so dass die Füße unter dem Hintern verschwinden. Der Kopf gilt als edelster Körperteil und sollte niemals berührt werden – dazu gehört auch das bei westlichen Touristen beliebte Tätscheln von einheimischen Kinderköpfen.

Beim Essen mit Stäbchen sollten diese nach dem Essen waagerecht über die Schüssel oder neben die Schüssel gelegt werden. Auf keinen Fall sollten sie einfach in die Schüssel gelegt werden, so dass sie senkrecht nach oben stehen – dies weckt Assoziationen zu Räucherstäbchen, die für die Toten verbrannt werden und ist verpönt.

In Ganz-Südostasien, nicht nur in Vietnam, sollte man die Verhaltensregeln beachten
In ganz Südostasien, nicht nur in Vietnam, sollte man die Verhaltensregeln beachten

Gesicht wahren in Vietnam

Asiatische Gesellschaften legen weit mehr Wert auf ein angemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit als westliche Länder. Dazu gehört der Verzicht auf das Austauschen von Zärtlichkeiten und das Vermeiden heftiger Gefühlsausbrüche. Wer zum Beispiel aus irgendwelchen Gründen an der Hotelrezeption herumzetert oder den Taxifahrer anbrüllt, verliert nicht nur sein eigenes Gesicht, sondern sorgt auch dafür, dass der Angebrüllte sein Gesicht verliert – für Asiaten eine schwere Kränkung. Mit ruhiger Höflichkeit und einem Lächeln kommt man in Vietnam wesentlich weiter.

Vietnamesen erwarten zwar nicht, dass jemand ihre Landessprache lernt, doch einige Ausdrücke wie Xin Chao (Hallo) und Cam On (Danke) öffnen Türen und Herzen.

Bei Einladungen in private Häuser wird sich erst an den Tisch gesetzt, wenn die ältesten Bewohner des Hauses sitzen. Gute Geschenke für die Gastgeber sind Süßigkeiten, süßes Gebäck, Blumen oder frisches Obst. Aber: Auf keinen Fall sollten gelbe Blumen oder Chrysanthemen mitgebracht werden oder etwas Schwarzes.  Diese sind Symbole für das Totenreich.

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Letztendlich sollten alle Besucher bedenken, dass Vietnam noch immer ein Entwicklungsland ist, wo nicht alles dem westlichen Standard entspricht. Geduld, Verständnis,  Höflichkeit und Freundlichkeit sind die beste Ausrüstung, um unvergesslich schöne Tage in diesem herrlichen Land zu verbringen – und auch einmal lächelnd über Unzulänglichkeiten hinwegzusehen.

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