Tempel in Vietnam

Vietnam besitzt keine so berühmten Tempelanlagen wie Angkor Wat im benachbarten Kambodscha oder die großen Tempel von Bangkok. Einige der bei den Einheimischen beliebtesten Tempel finden sich zudem nicht in den großen Städten von Vietnam, sondern eher außerhalb, darunter die Chua Dau-Pagode in der Provinz Bac Ninh, etwa 30 Kilometer nördlich von Hanoi. Jedes Jahr Anfang April steht sie im Mittelpunkt eines großen buddhistischen Festivals.

Ähnlich bekannt ist die Parfumpagode („Chua Huong“ oder „Huong Pagode“) in den Karstbergen von Huang Trich, ein weitläufiger Tempelkomplex, der teilweise in die Felsen hineingebaut wurde. Die heutigen Tempel wurden ab dem 17. Jahrhundert errichtet, doch die Kultstätte selbst ist vermutlich schon viel älter. Für viele Vietnamesen ist Chua Huong ein wichtiges Wallfahrtsziel. Zum großen Huong Pagoda-Festival, das sich von Mitte Januar bis Mitte März hinzieht, strömen hunderttausende Besucher in den Tempelkomplex rund 80 km südlich von Hanoi.

Die Pagoden von Hanoi

In jedem Reiseführer wird die „Ein-Säulen-Pagode“ von Hanoi erwähnt („Chua Mot Cot“), die sich in der Nähe des Ho Chi Minh-Museums befindet und leicht übersehen wird. Die heutige Pagode ist nur eine Miniatur-Nachbildung des Originals, das im Jahr 1049 von König Ly Thai Thong erbaut wurde, nachdem ihm die buddhistische Göttin der Gnade im Traum erschien und eine Lotusblume schenkte. Die Form der Pagode auf ihrer einzelnen Säule sollte diese Lotusblume repräsentieren. Das Original wurde 1954 von französischen Truppen zerstört.

In Hoi-An gibt es eine Vielzahl von Pagoden zu besuchen...
In Hoi-An gibt es eine Vielzahl von Pagoden zu besuchen…

Im Herzen von Hanoi liegt der Hoan Kiem-See mit dem Tempel des Jadeberges („Ngoc Son“), zu dem eine rotgestrichene hölzerne Brücke führt. Der ebenfalls im See liegende Schildkrötenturm („Thap Rua“) hat dagegen keinen religiösen Bezug.

Sehr sehenswert ist auch die Tran Quoc-Pagode am West Lake („Ho Tay“), der erste Vorläufer bereits im 6. Jahrhundert  erbaut wurden. Im Jahr 1615 wurde der Tempel an seinen heutigen Ort verschoben. Sein größter Schatz ist ein Bodhi-Baum, bei dem es sich angeblich um einen Ableger des heiligen Bodhi-Baumes handelt, unter dem der Buddha erleuchtet wurde.

Die Tempel von Saigon

Im Herzen von Saigon gibt es nur wenige nennenswerte Tempel, darunter die historische Chua Giac Lam aus dem 18. Jahrhundert und Chua Xa Loi, die erst 1956 erbaut wurde und heute die größte Pagode der Stadt ist. Der 32 Meter hohe Turm ist der höchste Glockenturm von Vietnam. Etwas außerhalb vom Zentrum liegt die Chua Vinh Nghiem, die nach dem Vorbild des gleichnamigen buddhistischen Tempels aus dem 11. Jahrhundert in der Provinz Bac Giang erbaut wurde.

Zwei sehenswerte chinesische Tempel in Saigon sind der Thien Hau-Tempel in Cho Lon und der Tempel des Jadekaisers (Ngoc Hoang Dien) mit seinen vielen faszinierenden Göttern und Dämonen.

Im Dorf Phu My Hung bei den bekannten Tunneln von Cu Chi ließ die kommunistische Partei von Vietnam den Ben Duoc Memorial-Tempel errichten, der an die vielen Toten erinnert, die im Kampf gegen die französischen und amerikanischen Truppen erinnert.

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Die Thien Mu-Pagode von Hue

Ein letzter Tempel, der nicht unerwähnt bleiben soll, ist die Thien Mu-Pagode in der Kaiserstadt Hue am Ufer des Perfume Rivers. Die siebenstöckige Stupa ist die höchste Stupa in Vietnam. Der Tempel wurde 1601 im Auftrag der Nguyen-Dynastie errichtet und geht auf eine Sage zurück, wonach einst eine alte Frau auf dem Hügel erschien und den Menschen prophezeite, das ein Herrscher kommen würde, der an diesem Ort eine Pagode errichtete, um den Wohlstand des Landes zu sichern.

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